Einen Satz neue Augen bitte – Tag 6

Mann sind das viele Menschen hier. Wenn man nach fünf Tagen mehr oder minder großer Abgeschiedenheit auf einem Campingplatz mit gut 100 anderen Rallyeteams aufwacht, gibt das Platzangst. Und weil auch die Mitternachtssonne dem Morgenschauer gewichen ist, machen wir uns nach dem Frühstück fix auf den Weg.

Nur kurz noch beim örtlichen Stockfischpark vorbei und raus zum Leuchtturm, wo ein ungefähr 12 Meter langer Wal an der Kaimauer liegt. Dem Geruch nach schon etwas länger.
Dann geht’s von den Lofoten wieder runter und weil wir die E10 schon gestern gefahren sind, nehmen wir heute Nebenstrecken. Nehmen so viel Lofoten auf, dass die Berge und das Meer direkt unter die Haut kriechen, die Haare wohlig schaudernd anheben und durch die offenen Münder mit leisem Boaah wieder entweichen. Zurück auf den größeren Wegen Richtung Tromsø müssen wir ein neues Paar Augen einsetzen. Die alten sind voll.

Die neuen Augen bekommen dann erstmal nicht viel zu tun. Das norwegische Festland empfängt uns mit Regen. Kälte. Regen. Und Kälte. Nach Endorphinrausch und kurzer Nacht macht das so matt, dass wir kurz vor Tromsø zum Päuschen auf den Parkplatz müssen und drauf und dran sind, das Zelt gegen ein weiches Bett und eine warme Dusche einzutauschen.

Vor Frust und Langeweile auf dem Telefon rumdrückend findet sich ein Artikel über die östlich von Tromsø liegende Bergkette, die im Roadbook als alternatives Tagesziel ausgewiesen ist. Voll toll soll das da sein. Alpines Gelände – ein anderes Team wird es tatsächlich schaffen, zum Mitternachtssnowboarden hoch zu fahren -, steil zum Meer abfallend. So steil, sagt Wikipedia, dass die Berge einen Regenschatten bieten. Regenschatten? Hin.
Und um die Ecke des Fjordes biegend kommt nach einem halben Tag Dauerregen tatsächlich die Sonne raus. Temperatur und Laune steigen, wir fahren ein Kurve eine Kurve und noch eine Kurve, bis kurz hinter Oladalen die Mutter aller Campspots auftaucht. Zwei Autospuren, ein kleines Stückchen Grün am Fels, der Fjord.
Zum Abendessen gibt’s Spaghetti à la Trangia. Und trotz zunehmenden Durcheinanders im Wagen lässt sich auch der Whisky nochmal blicken.

Teamstatus: Auch Rallyefahrer sind mal schlapp.
Sören singt das hohe Lied der Wikipedia. Arne schläft ein, während er an der Ampel vorm Tunnel auf Grün wartet.

Strecke: Hov -> Oladalen
Wetter: Regen und Regenschatten.
Wagen: Läuft.

 

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